Stundenpaarlauf zum Abschluss der Sommerstundenlaufserie

Während sich am Freitagnachmittag unten am Inselsee das Fest noch warm lief, ging es oben auf dem Heidberg schon heiß her. Zum Abschluss der 24. Güstrower Sommer-Stundenlauf-Serie hatten die Organisatoren vom Laufsportverein und vom SV Einheit Güstrow nämlich zum traditionellen Paarlauf geladen und bei 23 angetretenen Paaren und einem Einzelläufer wurde es in der Wechselzone manchmal schon ganz schön eng. Das trug aber nur zu den erlaubten Aufputschmitteln Spaß und Freude am Laufen bei.
An der Spitze des Feldes zogen Dirk Bockelmann und dessen jugendlicher Schützling Tom Gröschel souverän ihre Runden. Mit 17.933 Metern – die beiden Läufer vom LAC Mühl Rosin verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr damit um über 300 Meter – verfehlten sie das angestrebte Ziel von 18 Kilometern diesmal zwar noch knapp, aber im nächsten Jahr dürfte das dann kein Problem mehr sein.
Während der Ehrenrang mit 16.436 Metern auch noch recht sicher an die Triathleten Gerald Rußbüldt und Michael Harms ging, gab es um Platz 3 ein hartes Ringen. Schließlich setzten sich Raymond Fischer/Ralf Maybaum (16.148 m) knapp vor den Teterowern Lars Schmiedeberg/Michael Boden (16.112 m) durch. Aber auch die Vorjahresdritten Dietmar Kriemann/Michael Brechlin (16.012 m) knackten erstmals die 16-Kilometer-Marke und kamen damit auf Rang 5 ein.
Bei den Damen siegten Simone Ackermann und Katrin Schott konkurrenzlos. Das machte die beiden ebenfalls vom LAC Mühl Rosin kommenden Läuferinnen zwar etwas traurig, doch ihre erlaufenen 12.480 Meter hätten auch stärkerer Gegnerschaft gut standgehalten.
Bunter ging es dann wieder bei den Mixed-Paaren zu. Immerhin waren hier mit Tanne Schmiedeberg/Albert Schlosser (gemeinsam 15 Jahre alt) sowie BrigitteSchmiedeberg/Erich Franz (137 Jahre!) aus Gnoien sowohl das jüngste als auch das älteste Paar des Abends am Start. Um den Sieg kämpften mit viel Spaß zwei Ehepaare. Monika und Gerold Köster siegten schließlich mit 13.401 Metern vor Beate und Wilfried Hahn, die 13.074 Meter schafften. Der dritte Platz ging an Maren Sprögel/Andreas Kuntermann mit 12.846 Metern.
Leider konnten wegen urlaubsbedingter Abwesenheit Gesine Bonin und Henrike Wurm die Wanderpokale für ihre Siege bei der 24. Sommer-Stundenlauf-Serie nicht persönlich in Empfang nehmen. Der 75-jährige Hans-Ulrich Köller tat das dagegen mit gewohnter Routine, übernahm er den Pott doch schon zum elften Mal. Wenn Köllers Frau auch der Meinung ist, nun sei es mit der Stundenlauferei wohl endlich genug, so sind die Lauffreunde doch gespannt, ob Ulli nicht doch zur Jubiläumsserie, der 25., im kommenden Jahr wieder antritt.
Insgesamt legten in diesem Jahr während der Güstrower Laufserie knapp 100 Läuferinnen und Läufer bei 160 Starts im Stundenlauf, Halbstundenlauf und Paarlauf gut 1.500 Kilometer auf dem Heidberg zurück. Fragte man sie, ob das nicht anstrengend gewesen sei, werden sie wohl alle mit „Ja!“ antworten. Fragte man sie aber, ob das dann nicht auch belastend sei, wird (hoffentlich) ein genau so klares „Nein“ die Antwort sein „ ,wir machen das ja, weil es uns Spaß macht!“

mbp