Abschluss der Sommer-Stundenlauf-Serie mit Paarlauf

Mit dem traditionellen Stundenpaarlauf fand die 23. Güstrower Sommer-Stundenlauf-Serie in den Heidbergen ihren krönenden Abschluss. Obwohl es Klärchen an diesem Spätnachmittag einmal nicht ganz so gut meinte und sogar einzelne Tropfen vom Himmel fielen, wurde der Paarlauf wieder zu einer anstrengenden und schweißtreibenden Angelegenheit, die den Teilnehmern zwar alles abverlangte, aber auch viel Freude bereitete.
Dabei wurde der Lauf wieder zu einer generationenübergreifende Veranstaltung. So brachte es das jüngste Paar - Henrike Wurm und Thora Stindl aus Klueß – gemeinsam gerade mal auf 14 Lebensjahre, das Paar Dr. Brigitte Schmiedeberg und Erich Franz dagegen konnte derer nicht weniger als 135 vorweisen! Trotzdem legten die beiden Gnoiener gemeinsam tolle 10.828 Meter zurück und belegten damit den 2. Platz in der Mixedwertung. Den gleichen Platz übrigens wie Henrike und Thora, die es als „Damenteam“ auf exakt 9.999 Meter brachten. Die Gewinner dieser beiden Wertungen hießen übrigens Ines Mertens/Yvonne Eichler (Warnemünde/13.577 m) sowie die Vater-Tochter-Kombination mit Hannjo und Julia Herrmann (Vorderbollhagen/12.746 m).
Laufsport auf hohem Niveau gab es an der Spitze des Männerfeldes zu bewundern. Nils Schmiedeberg, der Spitzenklasse-Orientierungsläufer aus Güstrow, hatte seinen Freund Ed Nash mitgebracht. Nash arbeitet zur Zeit in Deutschland und gehört in seiner Heimat Großbritannien ebenfalls zu den besten Orientierungsläufern. Beide waren erst am Wochenende zuvor aus der Schweiz von Läufen im Hochgebirge zurückgekehrt. Beim Paarlauf übernahmen sie schon bald nach dem Start die Spitze und gaben diese bis zum Ende der 60 Minuten auch nicht wieder ab. Dabei war es schon eine Lust die raumgreifenden Schritte der beiden hageren Athleten zu beobachten. Beim Schlussknall hatten sie schließlich 17.960 Meter auf ihrem Konto stehen.
Dirk Bockelmann und sein Schützling Tom Gröschel hielten sich gegen die starke Konkurrenz erstaunlich gut. Gerade einmal eine halbe Runde konnten das erfahrene OL-Team den beiden Athleten vom LAC Mühl Rosin abnehmen, die schließlich mit 17.607 Metern den 2. Platz vor Dietmar Kriemann und Michael Brechlin (LSV Güstrow/TRW Laage - 15.885 m) belegten.
Im Anschluss an den Lauf fand die Siegerehrung und Pokalübergabe für die Besten der drei vorangegangenen Stundenläufe statt. Siegerin der Pokalwertung wurde Regina Jabs mit 169,19 Punkten. Auf den Plätzen folgten Susi Schlettwein Kruse (146,54 P.) und Jana Weise (133,60 P.).
In der Kinderwertung gelang Lukas Priwitzer aus Teterow nun schon der dritte Pokalgewinn Mal hintereinander. Er erreichte diesmal 311,50 Punkte und setzte sich damit gegen die beiden Klueßer Geschwister Henrike (271,00 P.) und Johannes Wurm (262,65 P.) durch.
Der Höhepunkt des Abends aber war zweifellos die Pokalübergabe an Hans-Ulrich Köller. Bereits zum zehnten Mal hintereinander gelang dem fast 75-jährigen Köller der Sieg, was ihm neben Ehrenpokal und Geschenk geradezu Ovationen der anwesenden Sportler brachte. Auf die Frage, wie er denn mit der extremen Hitze in diesem Sommer zu Recht gekommen sei, antwortete er gelassen, dass das für ihn als ehemaligem Schmied das geringste Problem gewesen sei. In seinem Arbeitsleben am Schmiedefeuer und in den letzten Jahren im Heizhaus habe er sich schon gut an Hitze gewöhnen müssen. Viel mehr habe ihn eine Zerrung behindert, die auch der Grund dafür war, dass er den Paarlauf nur als Zuschauer bestreiten konnte.
Rang 2 der Pokalwertung ging an Lars Bever mit 222,37 Punkten. Und den 3. Platz belegte der Münsteraner mit Sommerwohnsitz am Teterower See, Gottfried Schäfers, der 221,37 Punkte erreichte.
Insgesamt gingen in diesem Jahr 80 Läuferinnen und Läufer bei der Güstrower Sommer-Stundenlauf-Serie an den Start. Sie legten bei ganz bestimmt nicht sehr günstigen Bedingungen trotzdem immer bei bester Laune insgesamt über 1.000 Kilometer zurück. mbp