Erneut große Hitze beim 3. Durchgang der Güstrower Sommer-Stundenlauf-Serie

(mbp) Als wolle Petrus die Sportler für die vielen Flüche ob des Regen reichen Wetters im vergangenen Jahr strafen, sorgte er mit sich immer mehr steigernder Hitze in diesem Jahr für ein echtes Kontrastprogramm. So wurde der dritte Durchgang der Güstrower Sommer-Stundenlauf-Serie bei Wüstenklima zu einer wahren Hitzeschlacht. Da war es nur vernünftig, dass gerade die älteren und die nicht so intensiv trainierenden Läufer diesmal auf einen Start verzichteten.
Um so erstaunlicher waren teilweise die Leistungen derer, die trotz aller Widrigkeiten an den Start gegangen waren. So hatte der leichtgewichtige Ulli Boddien (53,5 kg!) zwar bereits vor dem Start seine Ambitionen zur Verbesserung des Streckenrekords verworfen, doch seine15,582 Kilometer wären auch unter besseren Bedingungen eine tolle Leistung gewesen und nun natürlich um so höher zu bewerten. Ruhiger ließ es da Lars Bever angehen. Vor 14 Tagen noch bei fast 15,5 Kilometern angekommen, ließ er es diesmal mit 14,784 Kilometern bewenden. Bever legte die Strecke gemeinsam mit Gerald Ullerich zurück, für den die Leistung allerdings eine Steigerung bedeutete. Steigern konnten sich auch Michael Beier (12.466 m), Manfred Flechtner (12.241 m) und Erhard Pöhl (12.685 m). Ein echtes Kuriosum gelang – allerdings unfreiwillig – Gerold Köster. Mit 13,384 Kilometern kam er auf exakt die gleiche Leistung wie beim 2. Seriendurchgang. Da er aber diesmal ein Pfund mehr auf die Waage brachte, machte er in der Punktwertung einen halben Zähler gut und verdrängte Willi Hannemann so vom vierten Platz der Gesamtwertung.
Eine Dame war übrigens diesmal nicht auf der Stundendistanz dabei. Ob das auch ein Zeichen der größeren Vernunft des weiblichen Geschlechts ist, wie es ihm zum Beispiel auch im Straßenverkehr nachgesagt wird?
Halbstundenläuferin Susanne Mania ließ sich allerdings nicht abschrecken und konnte sich sogar auf ihre Jahresbestleistung von 4.364 Meter steigern. Schnellster Mann des Nachmittags war Rene’ Koch mit 6.969 Metern. Überhaupt war das Feld der Halbstundenläufer diesmal relativ groß. Hauptanteil daran hatte der Laager SV 03, der mit sechs Aktiven nicht nur allein die Hälfte des Halbstundenläufer stellte, sondern mit Carolin Knabe (13/5.231 Meter) das schnellste Mädchen und mit Philipp Rosenau (13/6.004 Meter) den schnellsten Jungen in seinen Reihen hatte. In der Kinder-Pokalwertung nutzte der kleine Lukas Priwitzer aus Teterow seine letzte Chance auf die Verteidigung des Wanderpokals. 4.984 Meter legte der 6-jährige zurück und sorgte damit dafür, dass er den Pokal ein weiteres Jahr in seinem Kinderzimmer aufstellen kann.
Die Siegerehrung und Pokalübergabe erfolgt am kommenden Freitag nach dem Stundenpaarlauf, mit dem die Sommer-Laufserie dann schon wieder ihren Abschluss findet. Zu hoffen ist nur, dass bis dahin die Quecksilbersäule nicht mehr ganz so hoch steigt und gerade diese familienfreundliche Veranstaltung bei angenehmeren Temperaturen stattfinden kann.