Güstrower Sommer-Stundenlauf-Serie 2005

Mit 50 Läuferinnen und Läufern fand der dritte Durchgang der Sommer-Stundenlauf-Serie in den Güstrower Heidbergen wieder eine tolle Beteiligung. Unter den Sportlern waren diesmal nicht nur besonders viele Teterower sondern auch zwei Sportfreunde aus dem Münsterland. Während Gottfried Schäfers - der 66-jährige gehört immerhin dem 100-Marathon-Club an, hat die klassische Distanz also bereits über 100 mal zurückgelegt - die Atmosphäre auf dem Rodelberg bereits kennt, war Herbert Berkemeier aus dem kleinen Städtchen Telgte vom Lauf und dem anschließenden Beisammensein so begeistert, dass er die Veranstaltung am liebsten gleich nach Hause verfrachtet hätte.
Nachdem er beim vergangenen Rennen über die ganze Stunde angetreten war, begnügte sich der Laager Tobias Knabe diesmal wegen des bevorstehenden Wettkampfes in Rostock mit der halben Zeit. Als Schnellster bewältigte der 16-jährige 6.430 Meter. Aber auch der gleichaltrige Carsten Panten freute sich, dass er beim dritten Anlauf mit 6.078 Metern endlich die 6-Kilometer-Grenze gepackt hatte. Schnellstes Mädchen war Susi Stache, die 5.505 Meter schaffte.
Schnellster Stundenläufer war Ulrich Boddien (47). Nach gerade überstandener Verletzungspause konnte der LSV-Crack zwar noch nicht ganz an alte Leistungen anknüpfen, aber mit seinen 15.017 Metern machte er zumindest das Trio der 15-Kilometer-Bezwinger in diesem Jahr komplett. Dahinter gab es zwischen den Brüdern Herrmann den Kampf um Platz 2, den schließlich der jüngere Steffen (37) trotz anfänglichen Rückstands mit 14.632 Metern gegenüber Hannjo (44/14.569 m) für sich entschied.
Beste Frau wurde Rosemarie Jörn (51). Sie steigerte sich gegenüber ihrer Vorleistung um über einen halben Kilometer und kam auf ausgezeichnete 11.370 Meter. Damit war sie sogar schneller als die rennsteiglauferfahrene Teterowerin Ramona Mayer (43), die 11.073 Meter lief. Rang 3 teilten sich ebenfalls zwei Teterowerinnen. Gerda Maeth (51) und die Jüngste des Feldes, Susanne Würfel (15), liefen einträchtig gemeinsam ihre Runden und kamen schließlich auf 10.215 Meter.
Belohnt wurden die Läufer an diesem (fast) regenfreien Abend dann sogar noch mit einigen Minuten, in denen die Wolken die über dem Inselsee untergehende Sonne frei gab. Die Aussicht auf diesen Sonnenuntergang ist nämlich für einige Läufer ein gewichtiger Grund, möglichst keinen Stundenlauf zu versäumen. mbp