1. Durchgang der Sommer-Stundenlauf-Serie

Trotz Wetterbedingungen, bei denen man sprichwörtlich „keinen Hund vor die Tür jagt“, konnten die Organisatoren von LSV und SV Einheit Güstrow zum Auftakt der 24. Güstrower Sommer-Stundenlauf-Serie am vergangenen Mittwoch 34 Läuferinnen und Läufer auf dem Großen Rodelberg in den Heidbergen begrüßen.
Und wenn auch Zuschauer und Kampfrichter jämmerlich bei Sturm und Nässe froren, den Aktiven bekam dieses Wetter offensichtlich sogar sehr gut, denn viele konnten ihre Leistungen gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern.
Allen voran die jungen Laager Läufer. So schaffte Philipp Rosenau fast 900 Meter mehr als im Vorjahr. Mit 6.892 Metern war der 14-jährige nicht nur schnellster Halbstundenläufer überhaupt sondern setzte sich auch gleich an die Spitze im Rennen um den Wanderpokal in der Kinderwertung. Ihm auf den Fersen ist der ein Jahr jüngere Steven Lange (6.323 m). Schnellste junge Dame des Abends war Carolin Knabe (14), die es auf 5.755 Meter brachte.
Auf der großen Stundenrunde machten die Favoriten schnell klar, dass sie diesmal flott unterwegs sein wollten. Bereits nach der ersten Runde lag Nils Schmiedeberg (Tri Fun) allein an der Spitze gefolgt von Ulli Boddien (SV Einheit). Dem gelang es, den Abstand zu seinem 9 Jahre jüngeren Konkurrenten in engen Grenzen zu halten. Am Ende konnten sich der Allrounder Schmiedeberg 15.903 und Boddien 15.680 Meter ins Protokoll eintragen lassen. Auf Rang 3 der Laufwertung kam Birger Dedering (LSV) mit 14.452 Metern ein.
Einzige Dame im Feld er Stundenläufer war diesmal Andrea Trommer vom mitveranstaltenden LSV Güstrow. Sie freute sich, dass sie mit 10.279 Metern die 10-Kilometer-Marke knacken konnte. Ganz nebenbei hat sie damit natürlich auch eine „Hausnummer“ in der Pokalwertung vorgegeben. Bei den Männern musste man in dieser Wertung neben flotten Füßen auch noch einige Jahre und Pfunde aufweisen. Die beste Kombination aus allem konnte einmal mehr Hans-Ulrich Köller vorweisen. Eigentlich wollte der Südstädter ja nach seinem zehnten Pokalgewinn im Vorjahr nicht wieder antreten, aber nach dem Motto: „Wer rastet, der rostet“, sieht man ihn immer noch regelmäßig durch die Heidberge laufen. Und wie gut ihm das bekommt, bewies seine Leistung: sagenhafte 10.598 Meter legte der 75-jährige in einer Stunde zurück und schaffte damit 112 Meter mehr als im Vorjahr! Es müsste schon ein kleines Wunder geschehen, um die 238,73 Punkte, die nun auf seinem Konto stehen, zu übertreffen. Immerhin müssten die Werner, Rußbüldt, Lierow, die in der Wertungstabelle folgen einen guten Kilometer mehr zurücklegen, um in die Bereiche des Pokalverteidigers zu gelangen.
Zwar fiel die anschließende Klön- und Grillparty diesmal aus verständlichen (meteorologischen) Gründen etwas kürzer aus als gewöhnlich, ganz ausgefallen ist sie aber keinesfalls. Läufer sind eben auch in dieser Hinsicht ganz harte Burschen.
Der nächste Durchgang der Sommer-Laufserie findet am 11. Juli bei hoffentlich besserem Wetter wieder in den Heidbergen statt.

mbp