Startlauf zur Sommer-Stundenlauf-Serie 2006

Trotz Wärme, Fußballeuphorie und vor allen Dingen trotz ganzer Heerscharen von Mücken fanden 42 Läuferinnen und Läufer den Weg auf den großen Rodelberg der Heidberge zum ersten Durchgang der diesjährigen Güstrower Sommer-Stundenlauf-Serie.
Den Auftakt gaben traditionell die Halbstundenläufer, deren Alter sich zwischen 6 und 67 Jahren bewegte. Während der alte Haudegen Jürgen Buchner sich erst wieder an die längeren Strecken gewöhnen wollte, verdoppelte der kleine Johannes Mania seine Laufleistung aus dem Vorjahr fast und setzte sich damit an die Spitze in der Kinderpokalwertung. Allerdings liegt die 11-jährige Nele Kruse – sie lief mit 5.436 Metern auch die längste Strecke - nur einen knappen halben Punkt dahinter, und auch Tim Borgwardt (11) und Henrike Wurm (7) können durchaus noch Ansprüche auf den Pokal geltend machen.
Anschließend betraten die Stundenläufer Neuland: erstmals wurde auf einer Runde gelaufen, die fast doppelt so lang ist wie die gewohnte. Viele Läufer empfanden die neue Strecke als angenehm, denn der oft verfluchte Anstieg ist nun etwas entschärft, es ist nicht mehr so eng und das Laufen insgesamt noch abwechslungsreicher. Natürlich gab es auch Stimmen, die der gewohnten Runde nachtrauerten. Insgesamt aber überwogen die positiven Meinungen. Nun müssen noch einige Kinderkrankheiten bei der Registrierung überwunden werden, und dann dürfte sich die neue Runde hoffentlich schnell etablieren.
Schnellste Dame des Abends war schließlich Susi Schlettwein-Kruse (9.920 m) vor Andrea Borgwardt (8.837 m) sowie Regina Jabs und Martina Möller die beide 8485 Meter schafften.
Der Weltklasse- Orientierungsläufer Nils Schmiedeberg nutzte den Abend zu einem Trainingslauf, hielt das Feld damit aber trotzdem überlegen in Schach. Seine Laufleistung von 14.990 Metern ist nun der neue Streckenrekord, der aber ganz bestimmt noch ausbaufähig ist. Gemessen an der Laufleistung folgten Hannjo Herrmann mit 14.573 Metern sowie Birger Dedering und Gerald Ullerich, die gemeinsam 14.276 Meter zurücklegten.
In der Pokalwertung, in die bekanntlich nicht nur die Laufleistung, sondern auch Alter und Gewicht der Teilnehmer eingehen, setzte sich Pokalverteidiger Hans-Ulrich Köller (74) sofort wieder an die Spitze vor dem Stammgast aus Münster Gottfried Schäfers (67) und Gerold Köster (52). Bei den Damen lautet die Zwischenwertung: Regine Jabs vor Susanne Schlettwein-Kruse und Jana Weise. mbp