Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren:

DAK Güstrow, Volks & RaiffeisenBank Güstrow, Blumenhaus Seemann, Handelshof Güstrow, Uhrmacher Haase, Güstrower Schlossquell, Jugendherberge Güstrow, Verkaufs-GbR Reinders & Seidel, Autohaus Güstrow GmbH, Marep GmbH Mühlengeez, Maxen’s Kiosk Badendiek, Verkehrspolizei Güstrow, Concordia Funkclub, Bürotechnik und Kassensysteme Nützmann, Klubhaus am Inselsee, Kurhaus am Inselsee

sowie den sichtbaren und unsichtbaren fleißigen Helfern und vielen Anwohnern an der Strecke rund um den Inselsee, die den Läufern mit Getränken, nassen Schwämmen und Duschen zusätzlich zu den 5 offiziellen Verpflegungspunkten wohltuende Erfrischungen bescherten!!!

 

Arne Welenz gewann Inselseelauf

Lauffest unter brennender Sonne / Viele Güstrower Starter auf vorderen Plätzen

Bestimmt den hochsommerlichen Hitzegraden war es geschuldet, dass die 31. Auflage des Güstrower Inselseelaufes mit insgesamt 230 Aktiven nicht ganz die Teilnehmerzahlen der vergangenen Jahre erreichte. Trotzdem boten die Läuferinnen und Läufer aus Mecklenburg-Vorpommern und weiteren Bundesländern wieder ausgezeichneten Sport. Während auf der langen 20-Kilometer-Distanz rund um den See der Rostocker Arne Welenz seinen Sieg aus dem Vorjahr verteidigte, gab es nach drei Siegen hintereinander von Beate Krecklow (Greifswald) über 10 Kilometer diesmal mit der Schwerinerin Sabine Schrapers eine neue Pokalgewinnerin.
Bevor der Vorsitzende des ausrichtenden LSV Güstrow Jürgen Trommer vor der Jugendherberge in Schabernack den Start für die Läufer vollzog, gab es eigentlich nur ein Thema unter den Aktiven: Mit welcher Taktik kann man trotz der herrschenden Hitze maximale Leistungen erreichen ohne gesundheitliche Gefahren einzugehen? Schließlich erwies sich der ansonsten meistgehasste Feind des Läufers, der Wind, diesmal als Freund, denn er nahm doch wenigstens etwas den Hitzeschild von der Haut der Aktiven.
Auf der klassischen Strecke rund um den See entwickelte sich der Kampf an der Spitze schnell zu einem Duell zwischen dem Pokalverteidiger und dem einheimischen Dirk Bockelmann vom LAC Mühl Rosin, der mit großen Ambitionen ins Rennen gegangen war. Unterstützt von seinen Vereinskameraden konnte er Welenz auch lange Zeit Paroli bieten, doch genau in jenem Moment als man sich dem See an der Bauhofer Bucht wieder näherte und der Mühl Rosiner zum entscheidenden Angriff antreten wollte, kam der Rostocker ihm zuvor, legte schnell 50 Meter zwischen sich und seinen Verfolger und baute diesen Vorsprung dann noch auf 38 Sekunden aus. So ging der Pokal des Bürgermeisters wieder in die Hansestadt. Während Bockelmann nach dem Zielleinlauf etwas mit sich haderte, kam wenig später ein glücklicher Ulrich Boddien ins Ziel. Der Einheit-Läufer hatte noch bis um 14.00 Uhr an der Maschine gestanden und war von seinen Kollegen bei FlammPrecomp nur mit dem Versprechen vorzeitig aus der Schicht „entlassen“ worden, den Altersklassensieg zu holen. Das gelang dem Güstrower gegen seinen Neustrelitzer Rivalen deutlich und mit Gesamtrang 3 sogar zusätzlich der Sprung auf das Podest des Gesamteinlaufes. Der Vorjahresdritte Lars Bever vom LSV musste sich so diesmal mit dem undankbaren vierten Platz begnügen, kam in seiner Altersklasse M 40 hinter Dirk Bockelmann aber auf den zweiten Rang. Ebenfalls noch unter die Top-Ten des Gesamteinlaufes kam Bockelmanns Clubkamerad Gerald Ullerich als 10. , womit er in der gleichen – sehr stark besetzten – Altersklasse den 5. Platz erreichte.
Während auf der 20-Kilometer-Strecke mit Rosemarie Jörns von Tri Fun Güstrow Rang 2 belegte, waren die Güstrowerinnen im Hauptlauf der Frauen über 10 Kilometer leider nicht so erfolgreich. Schnellste des Landkreises und damit Gewinnerin des Wanderpokals für diese Leistung war Kerstin Ulbrich vom Lauftreff Bützow auf Rang 11, die beste Platzierung für den Altkreis Güstrow ging auf das Konto von Simone Ackermann (LAC Mühl Rosin/13.) und schnellste Güstrowerin war Karin Mahrhold vom LSV mit Platz 22. Auf der gleichen Strecke der Männer erlief sich der Güstrower Stephan Trettin den 2. Platz.
Im Rahmenprogramm über 5 Kilometer war die nunmehr für den brandenburgischen SC Trebbin startende Ex-Güstrowerin Ilka Dubois vor Katja Poppenberg (Laager SC 03) und Anja Borries erfolgreich. Deren Vereinsbezeichnung hat übrigens eine besondere Geschichte. Die schnick-schnack-roadrunners haben sich nämlich in der gleichnamigen Güstrower Szenekneipe mit Mitarbeiterinnen und Gästen aus einer Bierlaune heraus gegründet. Es ist zu hoffen, dass das nicht der einzige Auftritt der lustigen Gemeinschaft bleibt, und bei der Beliebtheit des Schnick Schnack ist ja auch noch jede Menge Entwicklungspotential vorhanden. Bei den Männern über die kurze Distanz ging hinter einem Dreifacherfolg der Rostocker Lowlandrunners Rang 4 an Axel Petersen vom TRW-Laufteam Laage.
Von den drei gemeldeten Walkerinnen ging schließlich nur die Schwerinerin Gabriele Kaletzki an den Start. Sicher hätte sie sich über Begleitung gefreut, trotzdem bewältigte sie die 10-Kilometer-Distanz bis fast nach Badendiek und zurück sehr erfolgreich.
Als die meisten auswärtigen Sportler des 31. Güstrower Inselseelaufes abgereist und die gröbsten Aufräumarbeiten erledigt waren, rief Vereins- und Organisationschef Jürgen Trommer gegen 21.30 Uhr alle anwesenden Helfer zusammen und zog ein erstes Resümee der Veranstaltung. Trotz der extremen Umstände war es gelungen, wieder ein schönes Lauffest in Güstrow zu organisieren. Lediglich eine Sportfreundin aus Schwerin musste nach Kreislaufbeschwerden ärztlich behandelt werden, konnte nach kurzem Check up das Krankenhaus aber schnell wieder verlassen. Zu danken war das zum einen dem vernünftigen Verhalten der Aktiven, aber auch jenen Anwohnern der Strecke, die mit Wasserschüsseln, Gartenschläuchen und zusätzlichen Getränken für Abkühlung sorgten. Der Zwischenfall zeigte aber auch, wie wichtig die Betreuung des Laufes durch den Funkklub „Concordia“ ist, deren Mitglieder im Notfall immer hätten eingreifen und für Hilfe sorgen können.
Dank ging auch an die gastgebende Jugendherberge und die zahlreichen Sponsoren von denen neben der Volks- und Raiffeisenbank insbesondere die DAK genannt sei, die an mehreren Ständen Angebote machte und so wesentlich zum Volksfestcharakter beitrug. Besonders gut kam auch wieder der von den LSV Frauen organisierte und vom laufenden Bäckermeister Kriemann unterstützte Kuchenbasar an. Als tolle Leistung wurde von den Teilnehmern die Tatsache gelobt, dass die Gesamtsiegerehrungen mit den vollständigen – also bereits mit persönlichem Zieleinlauffoto versehenen – Urkunden, wie sie später alle erfolgreichen Inselseeläufer bekommen, erfolgte.
Insgesamt gab es also genügend Gründe, den Abend wieder mit einer zünftigen Helferparty ausklingen zu lassen. mbp

Nicht lange blieb das Spitzenfeld so dicht beieinander wie hier bei Kilometer 2 kurz hinter Mühl Rosin. Mit Start-Nr. 232 Dirk Bockelmann, rechts daneben der spätere Sieger Arne Welenz aus Rostock und Ulrich Boddien, der Rang 3 belegte. Marain-Bernd Pries