28. Inselseelauf 2004

Nach 27 Auflagen des Inselseelaufes waren Aktive und Organisatoren schon einiges an Wetterkapriolen – von tropischen Temperaturen bis hin zu wolkenbruchbedingten Streckenverlegungen – gewöhnt, doch was Petrus ihnen zum 28. Inselseelauf in Güstrow bescherte, brach alle Rekorde. Ende Mai Sturm, eiskalter Regen und Hagel ließen nicht nur alle durchhaltenden Sportler sondern auch Helfer und Kampfrichter zu kleinen Helden werden.
An der Spitze des Hauptlaufes über 20 Kilometer gab es einige verdutzte Gesichter, denn nicht die einheimische Cracks sondern mit Guido Streit aus Trier ein bis dato in Mecklenburg unbekannter Läufer machte das Rennen. Er triumphierte in angesichts der extremen Bedingungen guten 1:10:05 h vor Tobias Schulz (Neubrandenburg/ 1:10:42) und Ingo Nötzel (1:11:11) aus Luckenwalde. Einzige Frau in diesem Feld war Sabine Schrapers. Die Schwerinerin benötigte 1:31:07 h für die Distanz.
Im Hauptlauf der Damen über 10 Kilometer gab es dann aber doch noch den erhofften Erfolg für Mecklenburg-Vorpommern. Die Greifswalderin Dr. Beate Krecklau (41:32) siegte vor Yvonne Eichler (Warnemünde/42:57) und (der W-50-erin!) Marietta Bählkow (44:33) von Fortschritt Neustadt-Glewe. Bei den Männern über diese Distanz lief der exzellente Orientierungsläufer und neuerdings auch Triathlet Nils Schmiedeberg von Trifun Güstrow die Konkurrenz in Grund und Boden. Er benötigte 34:39 Minuten und kam mit über 3 Minuten Vorsprung vor dem Hamburger Lutz Plambeck (37:53) und Robert Prahl (Schwerin/38:46) ins Ziel.