28. Inselseelauf 2004

Nach 27 Auflage des Inselseelaufes waren Aktive und Organisatoren schon einiges an Wetterkapriolen – von tropischen Temperaturen bis zu wolkenbruchbedingten Streckenverlegungen – doch was Petrus ihnen am späten Sonnabendnachmittag zum 28. Inselseelauf bescherte brach alle Rekorde. Während bis zum Start des Bambinilaufes die Sonne auf das Veranstaltungsgelände an der Jugendherberge Schabernack strahlte, zogen sich pünktlich zu Wettkampfbeginn schwarze Wolken zusammen und eine Sturmbö kündigte einen regelrechten Temperatursturz an. Da dieses Szenario von den Wetterfröschen bereits vorausgesagt war, blieb die gewohnt große Zahl an Nachmeldern in diesem Jahr wohl auch aus, und trotz gut gefüllter Vormeldelisten blieb man wieder unter der angestrebten Zahl von 300 aktiven Teilnehmern. Die aber bewiesen um so mehr Ausdauer und Enthusiasmus. Das fing schon an mit den Kleinen, die nach einer Erwärmungsgymnastik auf ihre 775 Meter lange Strecke geschickt wurden, und bei denen sich Saskia Sellnau aus Klueß und Marvin Steinbrink aus Güstrow als schnellste erwiesen. Schnellste Güstrower auf der 5-Kilometer-Strecke waren Regine Jabs und Angela Köster sowie Axel Petersen und Peter Mayer. Über 10 Kilometer lief Orientierungsläufer und Triathlet Nils Schmiedeberg von Tri Fun Güstrow die gesamte Konkurrenz in Grund und Boden. Im Ziel hatte er über drei Minuten Vorsprung vor der zahlreichen Gegnerschaft. Schnellste Läuferinnen des Kreises auf dieser Strecke waren Karin Marhold vom ausrichtenden Laufsportverein und Heleen Vermy aus Bellin. Viele 20-Kilometer-Läufer, die zwei Runden zwischen Schabernack und Puthof zu absolvieren hatten, gerieten bei Bölkow als Krönung des Unwetterlaufes dann auch noch in einen kräftigen Hagelschauer. Hier setzte sich im kreisinternen Duell Lars Bever (LSV) vor Gerald Ullerich (LAC Mühl-Rosin) durch. Nach einer Runde waren sie zwar noch fast gemeinsam laufend gesichtet worden, doch im Ziel musste sich der Jüngere Ullerich mit Gesamtplatz 11 begnügen, während Bever auf Rang 7 einkam. Dafür hatte Ullerich (M 35) den Trost, dass er neben Karin Marhold (W45) den zweiten Alterklassensieg in einem LC-Wettbewerb für die Einheimischen einfuhr.
Schließlich gab es gab es noch jede Menge Siege, für Sportfreunde, die gar nicht an der Startlinie gestanden hatten. Denn den härtesten Job des Nachmittags hatten ganz bestimmt die vielen Kampfrichter und Helfer, die an der Strecke für den trotz der Wetterunbilden reibungslosen Ablauf des 28. Inselseelaufes sorgten und denen diesmal auch der ganz besondere Dank aller Teilnehmer galt.