45. Heidberglauf

Trotz des nasskalten Vormittags am Tag der deutschen Einheit traf sich mit 175 Läuferinnen und Läufern sowie einer Walkerin eine Sportlerschar wie seit langem nicht mehr an der Grundschule in Mühl Rosin zum traditionellen Heidberglauf in den Herbst. Besonders bemerkenswert: der Frauen- und Mädchenanteil betrug fast ein Drittel und lag damit weit über dem bei deutschen Läufen ermittelten Durchschnitt von etwa 20 Prozent. Erstaunlich war auch wieder das Altersspektrum der Teilnehmer, das von Hannes Kuntermann (3 Jahre) und Smilla Hudowenz (4) bis Brigitte Schmiedeberg (69) und Hans-Ulrich Köller (73) reichte. Sie alle einte am Einheitstag nicht das Streben nach Siegen und Rekorden sondern der Spass am gemeinsamen Sport in der Natur. Dazu waren sie nicht nur aus dem Landkreis Güstrow nach Mühl Rosin gekommen sondern auch aus Bad Doberan und Warnemünde, Ribnitz-Damgarten, Neubrandenburg und anderen Orten waren Sportler angereist. Der „Teterower auf Zeit“ Florian Metzger aus dem österreichischen Linz – er absolviert zur Zeit ein Praktikum im Biotechnologiezentrum in der Bergringstadt und ist ein begeisterter Triathlet – gab dem Ganzen sogar einen internationalen Anstrich.
Am größten war der Ehrgeiz natürlich bei den kleinen Läufern. Auf der 2-Kilometer-Strecke gab es einen tollen Endspurt, den schließlich Roberto Nehrenheim (13/Laage) ganz knapp vor Saskia Sellnau (12) gewann. Die nächsten Plätze bei den Mädchen gingen an Julia Below (11) und Theresa Günther (10/beide Bad Doberan), während bei den Jungen Tim Theege (10/Mühl Rosin) und Phil-Guido Porath (12/Laage) folgten.
Über 5 Kilometer gab es keinen eindeutigen Sieger. Dieter Katenbrink und Cristian Panten lieferten sich ein „totes Rennen“ vor Jürgen Sellnau. Bei den jungen Damen war Gina Brzesinski (Warnemünde) vor Marlies Fischer und Sabine Siegmund erfolgreich. Den überlegensten Sieg holte Lars Schmiedeberg heraus. Erst viele Minuten nach ihm kamen mit Lars Bever und dem Jugendlichen Tom Gröschel die nächsten Konkurrenten ins Ziel. Kerstin Block (Neubrandenburg) war die schnellste 10-Kilometer-Läuferin vor Ute Breese (Zapkendorf) und Simone Buddenhagen (Bützow). Kerstin Cools (Neubrandenburg) triumphierte über 15 Kilometer vor Yvonne Eichler und Sabine Neumann (beide Warnemünde). Und bei den Männern über diese Distanz liefen Florian Metzger (Linz) und Ulrich Boddien einträchtig gemeinsam ins Ziel, nachdem sie unterwegs ganz schön „Gas“ gegeben hatten. Rang 3 ging an den Rostocker Ulrich Kiehle.
Die größte Ausdauer bewies allerdings Ulrike Poppe. Als Nordic Walkerin hatte sie sich die lange 15-Kilometer-Strecke vorgenommen, und als die meisten anderen Teilnehmer bereits wieder auf dem Weg nach Hause waren, erreichte sie dieses Ziel auch erfolgreich. Dafür gebührt der Schwedterin nicht nur Hochachtung, sie ist sicher auch Vorbild für die vielen Anhänger dieser Ausdauersportart in und um Güstrow. (ohne Bezeichnung alle Güstrow)
mbp