Marathonbilanz des Landkreises Güstrow 2005

Marathon – allein das Wort fasziniert die Menschen seit Jahrzehnten, ist es doch Synonym für etwas schier unendlich Langes. Während es für viele bei der praktischen Ausführung jedoch beim ungeliebten Behördenmarathon, der Marathonsitzung oder dem eher angenehmen Tanz- und Partymarathon bleibt, versuchen sich immer mehr Menschen auf dieser Erde am echten und somit einzig wahren Marathon, dem Lauf über die 42,195 Kilometer.
Von den Vätern der Olympischen Spiele der Neuzeit um Baron de Coubertin 1896 als längste Laufdisziplin ins olympische Programm aufgenommen, bekam der Wettkampf erst 1920 als die Spiele in London stattfanden sein endgültige „krumme“ Streckenlänge. Weil die Königskinder den Start des Laufes im Park von Schloss Windsor unmittelbar vom Balkon des Schlosses aus miterleben wollten, wurde die Startlinie dorthin verlegt, und die Distanz bis ins Olympiastadion einige Jahre danach als offizielle Streckenlänge auserwählt. Das, obwohl man inzwischen weiß, dass die historische Ursprungsdistanz von Marathon nach Athen um einige Kilometer kürzer ist.
Die schnellsten Marathonis der Welt benötigen für die Marathondistanz nur noch wenig mehr als zwei Stunden. Wer aber als Amateur unterwegs ist, freut sich schon, wenn er mit der doppelten Zeit auskommt, und selbst so mancher, der nach 6 Stunden das Ziel erreicht, fühlt sich wie ein kleiner König.
Zum Jahrswechsel ist es interessant, einmal wieder die Leistungen der Läufer des Landkreises Güstrow unter die Lupe zu nehmen. Schnellster von ihnen war wie schon im Vorjahr Lars Bever vom LSV Güstrow. Im immerhin auch schon reiferen Alter von 42 Jahren gelang es dem drahtigen Diplomingenieur, seine persönliche Bestzeit um fast eine Minute auf 2:53:53 Stunden zu verbessern. Triathlet Cornelius Wermann versuchte sich zum Ende der Saison erstmals an der klassischen Distanz und schaffte in Magdeburg mit 2:59:37 h die heiß begehrte 3-Stunden-Marke auf Anhieb zu knacken. Steffen Herrmann blieb das mit 3:05:50 h diesmal noch verwehrt. Doch ganz bestimmt wird er in der neuen Saison wieder Anlauf nehmen, den „Olymp des Amateurmarathons“ zu erklimmen.
Sind es bei den Männern die 3 Stunden, so bedeutet bei den Frauen die 4-Stunden-Marke ähnliches. Leider gelang das diesmal keiner Läuferin aus dem Landkreis. Karin Mahrhold, die die Marke in den Vorjahren sicher im Griff hatte, brach sich Anfang des Jahres ein Bein und war froh im Herbst beim Berlin-Marathon überhaupt wieder dabei zu sein. So ist diesmal Vereinskameradin Bärbel Altenburger schnellste Marathonia. Sonst Stammgast auf der schweren Rennsteigstrecke, war sie diesmal in Berlin nach 4:09:36 h im Ziel. Elisabeth Groitsch (4:16:15) und Andrea Trommer (4:16:42) belegen die nächsten Plätze in der Damenwertung.
Weil aber alle, die die Königsdistanz erfolgreich bewältigten, ein großes Lob verdient haben, veröffentlicht „Güstrow express“ wie in den Vorjahren auch wieder alle (bekannten) Namen. Die Einschränkung muss darum erfolgen, weil sicher wieder einige Starter versäumten, in der Anmeldung bei den jeweiligen Läufen ihren Heimatort oder –kreis anzugeben. Selbst wenn man nicht Mitglied in einem Sportverein ist, sollte man das ruhig tun, denn verstecken bracht sich nun wirklich kein Marathonläufer! Im Übrigen gilt auch weiterhin das bekannte Motto: „Sport im Verein ist am schönsten!“

Die erfolgreichen Marathonläufer aus dem Landkres Güstrow 2005:

Frauen: Bärbel Altenburger 4:09:36 gelaufen in Berlin, Elisabeth Groitsch 4:16:15 in Berlin, Andrea Trommer 4:16:42 in Berlin; Ramona Mayer (LSV Teterow) 4:23:29 in Dresden, Karin Mahrhold 4:27:26 in Berlin, Rosemarie Jörn (TriFun Güstrow) 4:36:29 in Berlin;

Männer: Lars Bever 2:53:53 in Berlin, Cornelius Wermann (TriFun Güstrow) 2:59:37 in Magdeburg, Steffen Herrmann 3:05:50 in Berlin, Mario Pawlik (LRV Gymnasium Bützow) 3:11:07 in Wolgast, AndreasSchinz 3:20:12 in Hamburg, Michael Beier 3:24:17 in Hamburg, Karlheinz Brenncke 3:26:08 in Hamburg, Gerold Köster (TRW Laage) 3:28:17 in Rostock, Klaus Lindhorst 3:30:12 in Berlin, Michael Losch (TriFun Güstrow) 3:41:02 in Ueckermünde, Dr. Arnold Fuchs 3:41:39 in Ueckermünde, Dietmar Kriemann 3:53:00 in Ueckermünde, Erhard Pöhl (TRW Laage) 3:56:04 in Berlin, Jens Mellenthin (Liessow) 3:56:32 in Wolgast, Michael Brechlin (TRW Laage) 3:57:38 in Rostock, Günter Wolff 3:59:00 in Wolgast, Jürgen Trommer 3:59:52, Sebastian Scholz (LG Bützow) 4:00:14 in Berlin, Klaus-Peter Beyer 4:04:33 in Steinfurt, Manfred Harm (VS Güstrow) 4:40:18 in Hamburg, Gerry Wehrle (TriFun Güstrow) 4:54:16 in Berlin, Dr. Christoph Hübener (TriFun Güstrow) 4:55:41 in Oberhausen, Peter Dammann (LSV Teterow) 5:06:01 in Schmiedefeld, Wolfram Kreller (GMRLV Laage) 5:35:20 (ohne bezeichnung alle LSV Güstrow) mbp